Streetart
La Côte d’Azur (2)
Sommerfrische für die Reichen und Schönen dieser Welt. Und selbstverständlich auch für solche die es gerne wären.
Ihren Zenit hat die französische Riviera längst überschritten. Er lag in den 50er und 60er-Jahren als Begriffe wie Globalisierung, Banken- und Finanzkrise noch düstere Sience Fiction waren.
So verwundert es kaum, dass an auch an Frankreichs azurblauer Küste auf zunehmend mehr Bauruinen und Leerstände trifft. Und mit etwas Glück stößt man sogar auf eine ehemalige Ferienvilla mit Blick aufs azurblaue Meer.
Neues aus dem Paradies
Unter “Stranger Than Paradise” hatte ich im vergangenen Jahr über einen Esslinger Lebens- und Aktionskünstler berichtet, der sich am Neckarufer aus Zivilisationsüberresten ein kleines kunterbuntes Paradies geschaffen hat.
Die Begeisterung über das Gesehene trieb mich Anfang April noch einmal nach Esslingen.
Stranger Than Paradise
Esslingen am Neckar. Unterhalb der Vogelsangbrücke, gegenüber der Villa Merkel hat sich ein sog. “alleinstehender Wohnungsloser” eine kleine Wunderwelt geschaffen. Rund um seinen Wohnwagen, der ihm wohl von der Stadt zur Verfügung gestellt wurde, hat er sich einen kunterbunten Garten aus unzähligen Fundstücken und Verpackungsmüll angelegt.
Die zusammengetragenen Kuriositäten hat der Künstler in die Bäume gehängt oder an den Spitzen langer Holzstangen befestigt, die er zuvor recht aufwändig zusammengebunden hat.
Die ungezügelte Phantasie aber auch die enorme Emsigkeit des Künstlers begeistern nicht nur mich, sondern auch andere Kulturreisende, die auf dem Neckar in Ausflugsbötchen seine Installationen passieren.
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